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ISSN 2195-3171

Schule, 2017

Abigottesdienst Juni 2017, verfasst von Abiturientinnen und Abiturienten

1 Einzug zu Instrumental-Lied

The Nights - Avicii

 

2 Begrüßung

Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,

liebe Lehrerinnen und Lehrer,

liebe Eltern, Großeltern, Freunde und Freundinnen.

Ende. Abschied. Aufbruch. Neuanfang. Leben. Mit all diesem beschäftigen wir uns im Moment. Unser Leben in der Schule ist vorbei, unser neues Leben wird nun beginnen. Wir werden nicht mehr täglich zur Schule gehen, sondern mit dem Abi in unserer Hand neue Wege einschlagen - lasst uns den Start auf die neuen Wege mit diesem Gottesdienst feiern...

 

3 Gebet

Herr, heute (dem 15.06.2017) haben sich Schüler, Familie, Freunde und LehrerInnen hier eingefunden, um ein Ereignis mit dir zu feiern. Wir sind alle hier zusammen gekommen, um einen Lebensabschnitt von uns zu feiern. 

 

Dem Ende unserer Schulzeit. 

In dieser Zeit, Herr, erlebten wir viele schöne und weniger schöner Augenblicke, die wir so nicht missen wollen und wofür wir dir dankbar sind. Zusammen wollen wir nun nicht nur auf vergangene Zeit zurückblicken, sondern auch frohen Mutes in die Zukunft blicken, seit an seit mit dir, Herr. 

 

Wir kommen in dieser Zeit zu dir, Herr.

 Mit einem Herzen voll guten Willens, denn neue Möglichkeiten stehen uns bevor, wir setzen uns andere Prioritäten. 

Nun können wir tun was wir wollen.

Wir können freier und selbständiger agieren, als womöglich bisher. 

Dich mehr in unserem Leben einbeziehen und uns mehr auf deinem guten Wort bestimmen lassen. 

Am Ende dieser Zeit und zugleich am Anfang einer neuen aufregenden Zeit, welche vor uns liegt, stehen wir hier auch als die, die wir sind, die wir gestern schon waren. 

Vielleicht kleinmütig, träge, ängstlich, sorgenvoll und zweifelnd. 

 

Doch daher kommen wir zu dir Herr. 

Wir wollen uns stärken und segnen lassen von dir. Du bist derselbe in Zeit und Ewigkeit. Du bist unser Fels, unsere Burg, unser Schutz. Nichts und niemand kann uns scheiden von deiner Liebe. 

Herr Jesus Christus du bist bei uns, an allen Tagen, in allen Zeiten und bei jeden Momenten. Das gibt uns Mut und Kraft für die kommende Zeit, die uns nun bevorsteht. 

 

Wir  danken dir, für diesen Tag, 

für diesen Weg, der uns hier hingeführt hat.

Wir leben von dir,

von dem was du uns sagst: dein Wort ist das Licht auf unserem Weg.

Wir leben von dir, von dem was du uns tust: deine Güte sorgt für uns alle Tage

Wir bitten dich: begleite uns auch an diesem Tag; bewahre unser Denken und Tun in deiner Liebe.

Amen.

 

4 Abspielen des Liedes

Warum nicht - Robert Redweik 

 

5 Predigt

Und warum nicht? Was haben wir zu verlieren?“, singt Robert Redweik und stellt damit die Frage aller Fragen, mit der wir auf unserem Lebensweg konfrontiert werden, jedoch oft gekonnt einen Bogen darum machen.

Das Abi haben wir trotz Lernstress und Unsicherheit gemeistert, und jetzt brechen wir auf, die Welt zu erkunden im Ausland, während des Studiums oder der Ausbildung...

Mit dem Abi haben wir den Grundstein für unsere Zukunft gelegt. Also lasst uns jetzt „die Bretter aus dem Holzweg ziehen und unser Herz die Füße steuern lassen“. Denn was haben wir schon zu verlieren? „Warum nicht?“...

Warum nicht ein Abenteuer erleben? Warum nicht nach all dem Lernen sich selbst für sein Abi belohnen? Warum nicht Erfahrung sammeln wie Fotos und Erinnerungen? Denn ihr wisst, „erst wenn man einmal extra aufsteht, zieht das Leben seinen Hut“.

Deshalb brauchen wir den Mut neue Wege zu gehen... besonders unsere eigenen. Auf dieser Reise zu uns selbst verstauen wir zuerst in unserem Rucksack voller Fähigkeiten das Vertrauen in uns selbst und den Glauben daran die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Dazu passend haben wir für euch alle einen Bibeltext herausgesucht (aus Mt. 14, 22- 32)... für die Zweifelnden, für die Suchenden und für die Gläubigen unter euch:

Jesus forderte seine Jünger dazu auf, im Boot vorauszufahren, während er auf dem Festland blieb. Durch den Gegenwind wurde das Boot auf dem Wasser hin und her geworfen. Jesus kam über den See zu ihnen gelaufen. Die Jünger erschraken, als sie Jesus sahen, da sie dachten er wäre ein Geist. Jesus sagte jedoch: „Habt Vertrauen, ich bin es fürchtet euch nicht.“ Petrus erwiderte: „Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir kommen kann.“ „Komm!“, sagte Jesus. Petrus stieg aus dem Boot, ging über das Wasser und kam auf Jesus zu. Als er dann aber die hohen Wellen sah, bekam er Angst. Er begann zu sinken und schrie: „Hilf mir, Herr!“ Sofort streckte Jesus seine Hand aus, fasste Petrus und sagte: „Du hast zu wenig Vertrauen! Warum hast du gezweifelt?“ Dann stiegen beide ins Boot, und der Wind legte sich.

Auch der Bibeltext zeigt, dass man glauben und vertrauen muss, um seine Ziele zu erreichen. In diesem Fall ist es der Glaube an Gott und an die Stärke Jesus. In unserem Leben ist das Selbstvertrauen, was uns stark macht und uns auf dem Weg unsere Ziele zu erreichen beflügelt. So singt Robert Redweik, dass man alles schaffen kann: „ [...] gesagt, getan, gelaufen, alle Zweifel ignoriert.“ Denn auch wenn wir zweifeln, werden wir unseren Weg gehen, der auch immer wieder mit dem einen oder anderen Stein, der ein oder anderen Hürde versehen sein wird.

 

Schließlich bleibt die Frage: „Warum nicht?- Sag einfach ja, wir fliegen los...“ 

 

6 Lied nach der Predigt: Laudato si

 

7 Fürbitten

Du, Herr, hast gesagt: „Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ Es ist gut, auch im Abigottesdienst an die Menschen zu denken, deren Leben uns besonders nah ist und deren Schicksal und bewegt.

So wollen wir Gott bitten:

 

Herr, wir bitten für die Abiturientinnen und Abiturienten, dass sie auf ihren neuen Wegen von dir behütet bleiben. Gleich, wohin ihre Wege sie führen - zum Studium oder in die Ausbildung, in die nächste Stadt oder auf einen anderen Kontinent.

Herr, lass diese jungen Erwachsenen frohen und leichten Schrittes mit Vertrauen und Courage ihre Zukunft in die Hand nehmen.

Gib ihnen Rückhalt durch ihre Familien und gute Freunde an die Seite, wenn das Leben sie an die eine oder andere Klippe führt.

 

Wir bitten auch für jene junge Menschen, die nicht das Glück haben, in einer friedlichen Welt aufzuwachsen, für jene, die in Armut, Terror, Krieg aufwachsen, für die regelmäßiger Schulbesuch unerreichbar bleibt.

Öffne unsere Herzen für ihr Schicksal und lass uns in dem uns möglichen Rahmen dafür sorgen, dass das Recht auf Würde, Unversehrtheit und Bildung für immer mehr Erdenbürger erfüllt werde.

 

Herr, wir bitten dich für alle Schülerinnen und Schüler,

die mutlos geworden und Misserfolge hatten,

die unsere Gemeinschaft schon vor dem heutigen Tage verlassen haben,

weil sie unter Krankheit leiden oder einen anderen Weg gewählt haben,

begleite sie bei ihren Vorhaben und Plänen,

stehe auch denen bei, die etwas falsch gemacht haben und traurig sind,

die von anderen nicht anerkannt sind

und nicht genug Unterstützung erfahren.

Herr, Jesus Christus, sei mit diesen Schülerinnen und Schülern,

hilf ihnen,

gib ihnen neue Kraft und Mut.

 

Herr, während unserer Schulzeit bekamen wir die Unterstützung von unseren Familien, Lehrerinnen und Lehrern, Freunden und Bekannten. Auch für sie ist unser Abitur Abschied und Neubeginn.

Herr, begleite sie auf ihren weiteren Weg und gib ihnen Vertrauen für die Zukunft. Wir bitten auch für alle, die uns begleitet haben und die nun gestorben sind. Wir sind dankbar für all die Erinnerungen und hoffen, dass sie bei dir geborgen sind. Schenke ihnen deinen Frieden.

Gott, unser Vater, stärke uns alle, wohin wir auch gehen auf unserem Weg. Erhöre unsere Bitten durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

8 Stilles Gebet

 

Nun lasst uns in der Stille beten.

 

 

9 Vater Unser

 

 

10 Schlusslied

 

11 Segen: Möge die Straße

 

12 Abkündigungen



Abiturientinnen und Abiturienten
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